W. Schmeller, M. Hüppe & I. Meier-Vollrath

Titel: Langzeitveränderungen nach Liposuktion bei Lipödem

In dieser Studie wurden 112 Patientinnen behandelt. Sie wurden operiert und bekamen zu verschiedenen Zeitpunkten Fragebögen zugesandt, um das subjektive Befinden abzufragen, wurden aber zusätzlich ebenfalls von den Ärzten untersucht.

Die Aspekte, die in dieser Studie eine Rolle spielen, sind: Spontanschmerzen, Druckschmerzhaftigkeit, Schwellungsneigung, Hämatomneigung, Bewegungseinschränkung sowie die kosmetische Beeinträchtigung und die Lebensqualität.

Interessant ist hier der Aspekt der Kostenübernahme durch die Krankenkasse, die bei 17 von 112 Patientinnen eintraf. Diese Zahl ist viel zu gering! Erwähnt wird, dass einige Patientinnen diese Übernahme nur durch eine Klage erwirken konnten (vgl. S. 22f.).

Die Ergebnisse der Studie sind erstaunlich, wie es die folgende Tabelle zeigt:

 

Tab. 2 (S. 20)

Interessant an dieser Studie ist die Einteilung in die verschiedenen Stadien des Lipödems. Entsprechend des Typs einer Antragsstellerin kann hier auf die genauen Werte geachtet werden, die wiederrum eine Rolle in einem Antrag spielen können (vgl. S. 18).
Ebenfalls wird in der Studie auf die Adipositas eingegangen, mit der viele Betroffene aus verschiedenen Gründen zu kämpfen haben. Nach der OP fehlte nicht nur das abgesaugte, krankhafte Fett, es purzelten zusätzliche „gesunde“ Pfunde (vgl. S. 19).

Bei 111 von 112 Patientinnen hat sich eine Verbesserung gezeigt (99,1 %, vgl. S. 20). Allein diese Werte sollten in das persönliche Schreiben der Lipödem-Patientinnen mit Referenz zur Studie eingebaut werden. Auf diese Weise greift man dem Standardschreiben der Krankenkasse vor, in dem es immer wieder heißt, es gäbe keine Langzeitstudien.

Abschließend heißt es in der Studie:

„Die vorliegende Untersuchung bestätigt die bisher vorliegenden guten bis sehr guten Ergebnisse nach Liposuktion bei Lipödem bei Behandlung in einem spezialisierten Zentrum. Einerseits demonstriert sie die Sicherheit dieses operativen Verfahrens bei alleinigem Einsatz der Tumeszenz-Lokalanästhesie; andererseits zeigt sie eindrücklich die langfristige Wirkung mit – derzeit – bis zu sieben Jahren anhaltender Wirksamkeit sowohl bezüglich der morphologischen als auch der symptomatischen Befundbesserung. Dies bedeutet für die Betroffenen einen enormen Gewinn an Lebensqualität.“ (S. 27)

Den Link zur Studie: http://www.hanse-klinik.de/images/lipoedem/12.pdf

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