Kompressionsversorgung

Die Kompressionsversorgung ist zumeist – neben der manuellen Lymphdrainage – die erste Methode zur Verbesserung des Ödems. Verschiedene Formen von Strümpfen an Armen und Beinen können die Ausweitung des Ödems über den Tage beeinflussen. Dabei soll die Kompression möglichst jeden Tag getragen werden. Über Nacht kann man dem Gewebe dann ein wenig Ruhe gönnen, da die Beine dann sowieso hoch liegen.

„Laut Földi (1984) führt vor allem das konsequente Tragen von Kompressionsstrumpfhosen der Klassen II–III über einige Jahre (!) zu einer Fettreduktion, die dann auch nicht wieder auftritt.“ (Bringezu 2006, S. 222)

Diese Hypothese lässt sich sicherlich nicht auf alle Patientinnen anwenden, da Therapie mit Kompression einige Schwierigkeiten mit sich bringt. Die Passform ist zumeist die größte Problematik der Strümpfe: In den Armen und den Unterschenkel gibt es sicherlich weniger Probleme als mit dem richtigen Sitz einer Strumpfhose. Viele Frauen berichten immer wieder über Schwierigkeiten, die sich über den Tag ergeben und oft eine konsequente Therapie unmöglich machen. Um den Druckschmerz und die Wassereinlagerungen zu verhindern, geben sich die Patientinnen in andere Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten, die das Tragen einer solchen Kompression mit sich bringt. Auch Bringezu (2006a) bestätigt diese Aussage:

„Im fortgeschrittenen Stadium, d. h. nach langjährigem Bestehen des Lipödemes und vor allem, wenn sich bereits eine lymphostatische Komponente dazugesellt hat, sind Ergebnisse in dieser Deutlichkeit nicht mehr zu erzielen.“ (ebd.)

Literatur:

Bringezu, Günther: Lehrbuch der Entstauungstherapie. 2. Behandlungskonzepte für die Praxis. Berlin, 2006a.

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