Anne Dingler

TITEL: LIPOSUKTION BEIM LIPÖDEM – ERGEBNISSE EINER UNTERSUCHUNG MIT 25 PATIENTINNEN

In ihrer Dissertation beschäftigt sich Frau Dingler mit 25 Patientinnen vor und nach der Operation. Sie beschreibt in ihrer Einleitung das Lipödem an sich, die Symptomatik, die Histologie, die Diagnostik und die Therapieformen.

Interessant an der Fragestellung und ihrer Methodik ist der Fragebogen, den die Patientinnen ebenfalls vor und nach der OP ausfüllen mussten. Abgefragt wurden: Schmerzen, Druckschmerzen, Hämatomneigung, Spannungsgefühl, Wärmegefühl, Kältegefühl, Muskelkrämpfe, Gefühl der schweren Beine, Gefühl der müden Beine, Schwellung, Hautkomplikationen, Juckreiz, Einschränkungen beim Laufen, Lebensqualität und Aussehen. Die Vorgehensweise scheint auf die Arbeit von Schmeller et al. bezogen zu sein, der auch hier auf der Seite vermerkt wurde.

Dingler geht in ihrer Arbeit ebenfalls auf die Fehldiagnostik der Adipositas ein:

„Schließlich ist differentialdiagnostisch auch die Adipostias zu nennen, mit der das Lipödem fälschlicherweise oft verwechselt wird. Bei dieser kommt es meist zu einer Fettgewebsvermehrung des Rumpfes doer des gesamten Körpers, ohne die, besonders bei schlanken Frauen mit Lipödem, typische Disporpotion zwischen Unter- und Oberkörper.“ (S. 10)

Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig. Alle Punkte haben sich immens verbessert, was sich besonders an dem Wert der Lebensqualität sehen lässt. Trotzdem ist die Arbeit sehr kurz, arbeitet kaum einen Schwerpunkt gänzlich aus und interpretiert die Ergebnisse aus der Abfrage auch nur sehr schmal. Die Grafiken sind eindeutig und zeigen wirklich deutlich das Ergebnis und den positiven Einfluss der OPs auf die Patientinnen, jedoch reicht, meiner Meinung nach, nur ein Satz als Erklärung zur Grafik nicht aus. Eine Dissertation ist eindeutig der falsche Platz um Grafiken für sich selbst sprechen zu lassen.

Im Gesamtscore schreibt Dingler:

„[Es] lässt sich schlussfolgern, dass die Therapie des Lipödems mittels Liposuktion gute Ergebnisse erzielt.“ (S. 44)

Positiv ist das Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit, was für den Umfang doch reichlich erscheint.

Sie wurde als Dissertation veröffentlicht und in einem Journal publiziert:

Der Link zum publizierten Artikel:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1610-0387.2010.07504_suppl.x/pdf

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